Sonntag, 29. August 2010

Die Brücke – der letzte Ausweg

Noch nie in meinem Leben hat mich ein Buch so fasziniert wie „Die Brücke“.
Es erzählt die wahre Geschichte eines 17-jährigen Mädchens aus Zug, welche keinen anderen Ausweg als den Tod sah.

Die Autorin Heidi Jans-Dejung ist die Mutter des Mädchens namens Vera.
Frau Jans-Dejung erzählt in ihrem Buch die Lebens- und Leidensgeschichte von Vera aus ihrer Sicht.

Schon als kleines Kind konnte Vera ihre Gefühle ihrer Aussenwelt schlecht mitteilen und ein Lächeln bekam man eher selten zu Gesicht.
„Das ist nur eine Phase, geht schnell wieder vorbei“, das waren die Worte vieler Spezialisten und Psychiater, doch dies bestätigte sich leider nicht.
Die Traurigkeit, die Depressionen und der fehlende Lebenswille zogen sich durch Veras Leben.

Vera war schon einmal auf der Brücke und wollte sich das Leben nehmen, doch Sie kam wieder zur Vernunft, das änderte sich aber am 27.09. 2007:
Polizei und Psychiater waren schon vor Ort um Vera beizustehen und redeten auf sie ein, doch die eigene Mutter liessen sie nicht zu ihr, obwohl die 17-jährige schon einige Stunden auf der Brücke stand.
Schliesslich sprang Vera von der Tobelbrücke und nahm sich mit 17 Jahren das Leben, ohne jemals zu erfahren, wie es weiter gegangen wäre, doch für Vera war dies die Befreiung…

Die einzelnen Eindrücke, welche die Mutter in diesem Buch sehr detailliert erzählt, lassen einem nachdenklich werden.
Dies kann ein Grund sein, wieso mir viele von diesem Buch abrieten. Doch ich wollte es lesen und bin jetzt ziemlich froh, dass ich dies tat, denn mir persönlich zeigte es, wie zufrieden ich mit meinem Leben sein kann.

Schon oft habe ich zu Ohr bekommen „s’Läbe hett eh kei Sinn meh, schisst mi alles ah“, doch dies heisst noch lange nicht, dass man deshalb aufgeben soll.
Es gibt Fälle, in diesen ist es fraglich ob eine Therapie noch hilfreich ist, doch dies verlangt tiefe Depressionen.

Probiert in jeder Lebenssituation etwas Positives zu sehen, denn das Leben hat noch viel schönes für uns vorbereitet!

7 Kommentare:

  1. Das Buch hört sich sehr interessant an, doch das zu lesen und immer zu denken, dass das alles wahr ist, ist sehr beeindruckend. Ich weiss nicht ob ich das auch könnte.

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  2. Ist meistens nur noch der Sprung der letzte Ausweg?
    Es gitb Personen die sich so tief in einem Teufelskreis befinden, die nur noch diese Lösung sehen.
    Meiner Meinung nach, kann man jeden wieder aus diesem dunklen, tiefen "Loch" wieder herausholen, aber wie?
    Ich denke wenn man sich mit den Hintergründen dieser Menschen befassen würde , so erhielte man wichtige Informationen, mit denen man als Therapeut weiter arbeiten könnte.

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  3. Ich bewundere Leute, die den Mut haben zu springen, jedoch nicht im guten Sinne. Also ich kann es nicht fassen, wie die sich getrauen von einer Brücke zu schmeissen. Ich persönlich finde selbstmord extrem egoistisch. Man hinterlässt allen eine tiefe Traurigkeit und Schuldgefühle, denn jeder wird sich fragen, ob er wohl was falsch gemacht hat.
    Das stimmt, dass man noch oft hört: „s’Läbe hett eh kei Sinn meh, schisst mi alles ah“. Eigentlich nimmt man dies dann gar nicht ernst, weil es auch so schnell dahingesagt ist. Doch wann sollte man darauf reagieren? Wann erkennt man, ob dies wirklich ein Ernstfall ist?

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  4. Ich finde es toll, dass es noch Leute gibt, die Bücher lesen ;) Es scheint ein Buch zu sein, das ein trauriges und tragisches Thema behandelt & das eine person sehr schnell in einen nachdenklichen Zustand versetzen kann..

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  5. Das Buch scheint sehr berührend zu sein. So wie du die Geschichte beschrieben hast, klingt es leider fast, als wäre es Veras Schicksal gewesen, von dieser Brücke zu springen..
    Ich finde es unglaublich traurig, dass manche Leute in gewissen Situationen keinen Ausweg mehr zu finden glauben.
    Die heutige Gesellschaft ist da auch nicht gerade hilfreich. Sie behauptet zwar gegenüber psychischen Problemen offen zu sein, doch mal im ernst, das ist sie bei weitem nicht.
    Es gibt immer noch unzählige Leute, die sich selbst verletzen, magersüchtig sind usw. Das sind alles Hilferufe, die unbedingt ernst genommen werden müssen.

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  6. Ich muss ganz ehrlich sagen, Menschen, die irgendwie nach einem Sinn des Lebens suchen, haben sich darin irgendwie schon verloren. Das heisst nicht, sie sollen aufgeben, eher, dass sie Hilfe holen sollen, scheinbar fühlen sie sich alleine und wissen nicht wie weiter. Always look on the bright side of life. Wie du in deinen anderen Blogs schon sagtest, in jeder Lebenssituation steckt etwas positives. :)

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  7. Dein Beitrag hat mich nachdenklich gemacht darüber, dass einige Menschen mit dem Stress und Hass, der sich in unserem Alltag befindet, ohne professionelle Hilfe nicht auskommen. Es liegt meist an uns Mitmenschen, denn Oberflächlichkeit sind oft der Grund dafür, dass sich einige Menschen "überflüssig" oder "unerwünscht" vorkommen...

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